Bücher die das Leben schreibt

Lesung und Gespräch

Menschen wie du und ich erleben Dinge, die sich kein Filmemacher ausdenken könnte. Menschen wie du und ich tun eines Tages etwas, das ihnen niemand vorschreiben könnte. Menschen denken nach, träumen, leiden, wagen etwas und lernen aus ihren Erfahrungen.

In unserer neuen Veranstaltungsreihe stellen wir Menschen vor, die ein Buch geschrieben haben, für eine große Öffentlichkeit oder nur für ihre Familie, aber mit einer bemerkenswerten Geschichte.

Gefangen im Paradies – Eine Kindheit hinter Stacheldraht

Dietlind Klappert erzählt aus ihrer Kindheit

Weihnachten 1938 wird Dietlind als Missionarskind auf der indonesischen Insel Sumatra, damals noch Niederländisch-Indien, geboren. Am 10. Mai 1940 marschiert die deutsche Wehrmacht in Holland ein und am selben Tag werden die Deutschen in Indonesien von den Holländern interniert. In den Wirren des Krieges folgen für Dietlind sieben Jahre Kindheit in verschiedenen Lagern, erst unter holländischer, dann japanischer, schließlich holländisch-englischer Führung. 1947 wird die Familie nach Deutschland ausgewiesen – und zunächst in einem ehemaligen KZ untergebracht …

Über ihre Erlebnisse hat sie ein Buch geschrieben, in dem sie an einer Stelle schreibt:

„Wir Kinder hatten alle Freiheit“.

Leitung: Doris Brandt, Dipl.-Sozialpädagogin
Referentin: Dietlind Klappert, Lehrerin, Logopädin

Samstag, 14. September 2019
15.00 – 17.00 Uhr

Umfang: 1 Veranst. / 2 Ustd.
Ort: Kirchencafé der Pauluskirche,
Pariser Straße 4-6, 44787 Bochum
Gebühr: 6 € (inkl. Kaffee + Gebäck) vor Ort in bar

Kursnr.: ee 5001 219

Anmeldung: erforderlich bis zum 6. September 19

Herzkartoffel

Hellmut Lemmer liest aus seinem neuen Roman „Herzkartoffel“

Die Fünfzigerjahre im Sauerland: Aus dem Schatten des Zweiten Weltkriegs in die Hoffnungen des Neuanfangs

In den Fünfzigerjahren ist die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg noch gegenwärtig. Ein neues Schuljahr beginnt und für die Kinder ist es nicht nur eine Zeit erster Schritte in einem neuen Lebensabschnitt, sondern auch des Zurechtkommens in der oft alles ande re als leichten Nachkriegszeit. Immer noch begegnet man Alt-Nazis, traumatisierten Kriegsheimkehrern und britischen Besatzungstruppen. In den Baracken am Ortsrand leben Flüchtlinge und Vertriebene aus den Ostgebieten, Menschen, die nach Anschluss suchen, Heimatlose, die jedoch kaum einer will. Vorurteile und Verbohrtheit machen vielen das Leben schwer. Aber es gibt eben auch hoffnungsvolle Neuanfänge.
Hellmut Lemmers Roman „Herzkartoffel“ erzählt Sauerländer Geschichte und Geschichten, zeigt, wie sehr Heimat für Menschen an Bedeutung gewinnt, je mehr ihnen ihr Verlust droht.

Leitung. Doris Brandt, Dipl.-Sozialpädagogin
Referent: Hellmut Lemmer, Studiendirektor i. R., Autor

 

 

Montag, 2. Dezember 2019
16.00 – 17.30 Uhr

Umfang: 1 Veranst. / 2 Ustd.
Ort: Haus der Kirche, Westring 26c, 44787 Bochum
Gebühr: kostenfrei

Kursnr.: ee 5002 219

Anmeldung erforderlich